Der Duft- und Tastgarten: Erleben, erriechen und ertasten Sie die Welt der Kräuter!

Abseits vom Verkehr der Touristenströme liegt malerisch in eine Senke eingebettet am Rand des Dörfchens Papendorf der Duft- und Tastgarten. Mehr als 180 verschiedene Heil- und Duftpflanzen sind hier zu finden, wie die lieblich duftende Monarde oder der fruchtig wohlriechende, an eine Pampelmuse erinnernde Muskatellersalbei. Auch selten gewordene und unbekannte Pflanzen wie Herzgespann, Marienblatt und Alant, eine Vielzahl wohlriechender Gewürze und duftender Blumen, alte Obstbäume, Beerensträucher und in Vergessenheit geratene, alte Gemüsesorten wachsen hier.

Auch für sehbehinderte und blinde Menschen und RollstuhlfahrerInnen

Menschen jeden Alters können hier die Natur in ihrer ganzen Kraft und Vielfalt erleben. Insbesondere sehbehinderte und blinde Menschen haben im Duft- und Tastgarten die Möglichkeit, Kräuter, Gewürzpflanzen und Blumen über den Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn zu erfahren. Beim Berühren, Riechen und Schmecken lassen sich die  aromatischen, fein duftenden Kräuter gut erspüren.

Ein Teil des Gartens ist in Hochbeeten angelegt. So können sich auch an den Rollstuhl gebundene Gäste sehr gut auf einem trittsicheren Weg barrierefrei und selbständig bewegen. Überall stehen Tafeln mit den deutschen und lateinischen Namen der Pflanzen in großer, leserlicher Schrift wie auch in Braille-Schrift für Sehbehinderte.

Besondere Überraschungen im Garten

Auf einem Barfußweg können sich Ihre Füße bewußt mit dem Untergrund bekannt machen und die Verschiedenartigkeit von weichem Moos, Kieseln, Holzschnipseln und Gras ganz sinnlich mit den Fußsohlen erspüren. Der Barfußweg führt Sie am Feuchtbiotop mit seinen Wasserpflanzen vorbei zum unteren östlichen Rand des Gartens, wo am Rande eines Solls das Pommernlabyrinth mit seinen neun Windungen angelegt ist. Die Vorlage dazu kommt aus der Stadt Slupsk (Stolp) im früheren Hinterpommern und soll hier als Symbol die Verbundenheit der pommerschen Landschaft im deutschen und polnischen Teil versinnbildlichen.

Im Hildegard-von-Bingen-Beet finden Sie Kräuter und Pflanzen, die Hildegard von Bingen vor fast 1000 Jahren in ihrer Wirkung für Mensch und Tier erprobt und im damaligen Deutschland bekannt gemacht hat. Manche dieser Pflanzen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, wie Johannisbeere, Ringelblume oder Melisse; andere werden erst jetzt wieder neu „entdeckt“, wie Dinkel oder Gelber Enzian, Bertram und Galgant.

Auf Bänken im Garten und auf der blumenreichen Terrasse können Sie regionale Kräuterteespezialitäten genießen. Barrierefreier Zugang und Sanitäranlagen stehen zur Verfügung.

Besuchen Sie uns und entdecken Sie ein Stück blühende Lebenskraft in Mecklenburg-Vorpommern. Genießen Sie in dieser kleinen Oase der Ruhe die duftende Pflanzengemeinschaft!